Beurteilung des Programms Energieausweis leicht gemacht – Nichtwohngebäude von WEKA

Geschrieben von DieStatiker am . Veröffentlicht in Aktuelle Pressemeldungen

Hersteller: WEKA MEDIA GmbH & Co. KG
Webadresse:
www.weka.de
Preis: 149,00 EUR zzgl. Versandpauschale und 19 % MwSt..

- Einsatzmöglichkeiten:

Die Software ENERGIEAUSWEIS LEICHT GEMACHT – NICHTWOHNGEBÄUDE der Weka Firmengruppe ermöglicht es EnEV-Berechnungen für Nichtwohngebäude nach neuer DIN 18599 durchzuführen. Der Gebäuderechner von WEKA beinhaltet sämtliche Berechnungsparameter, welche zur komplexen Berechnung eines Nichtwohngebäudes benötigt werden. So sind u.a. Mehrzonenmodell, Berücksichtigung der Beleuchtung, komplexe Konfigurationen der Heizungs-, RLT-, und Kältetechnik und iterative Bilanzierung im Programm enthalten.
Durch den Integrierten Programmassistenten wird die Berechnung unterstützt. Die Eingabe der Daten ist durch komplett vorgefertigte Bauelemente aus der sirAdos-Baudatenbank unterstützt. Dies ermöglicht es, einen relativ schnellen, informativen Überblick über die Energieeffizienz eines Gebäudes zu erhalten. Jedoch ist dringend zu empfehlen, bei einer weiteren genaueren Betrachtung, die in der Planung vorgesehen Bauelemente selbst im Programm zu modellieren.
Die Berechnungen in "Energieausweis leicht gemacht - Nichtwohnungsbau" werden vom Rechenkern des Fraunhofer Instituts für Bauphysik vorgenommen, der in die Software integriert ist. Die gewünschte Präzision, und der Nachweise zu einem öffentlich rechtlichen Nachweis lt. EnEV (Bauteilverfahren, Energiebedarfsausweis) wird dadurch ebenfalls garantiert.
Die Datenverwaltung und das Rücksichern eines Projektes ist etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch dürfte dies, wie auch die allgemeine Programmanwendung im Berechnungsvorgehen selbst, nach einer angemessenen Einarbeitungszeit kein Problem mehr darstellen. Die „Hilfe-Funktion“ in der Software, hat mit der Möglichkeit die ONLINE-HILFE zu aktivieren eine einfache, übersichtliche und sehr effiziente Lösung gefunden.

- Baukörperdefinition (Hüllflächen):

Die Definition von Bauteilaufbauten ist klar (jedoch nicht durch eine grafische Darstellung des Bauteilaufbaus sichtbar) nach Bauteilverwendung gegliedert und wird von einer sehr umfangreicher Datenbank (vorgefertigte Bauelemente aus der sirAdos-Baudatenbank), basierend auf einen Hüllflächenbaum, bei Bedarf unterstützt. Die bereits angebotenen, vorgefertigten Bauelemente werden dabei wiederum in einen groben und feineren bzw. detaillierteren Katalog aufgeteilt.
Fenster und Türen können pauschal (über U- und g-Werte) und genau nach deren Aufbau definierten Materialien eingegeben werden.
Das Problem der Inhomogenen Bauteilschichten (z.B. Sparrenebene im Dachaufbau, Holzleichtbauweise im Wandbereich) kann einfach, prozentual mit Hilfe eines übersichtlichen Eingabefensters modelliert werden (das Programm führt einen durch Einsatz des „Weiter-Botton“ gekonnt durch die Eingabe).
Die modellierten Bauteilelemente können dann schnell durch die DRAG AND DROP FUNKTION den einzelnen Hüllflächen, Zonen und deren Himmelsrichtung zugeordnet werden. Die Flächen werden den Bauelemente manuell zugeteilt.
Fensterflächen werden zur Vereinfachung für den Programmbediener wiederum separat den Hüllflächen, Zonen und der Himmelsrichtung zugeordnet. Die Software selbst weist dann von alleine in einem weiteren Schritt die Fensterfläche, als durchsichtiges Bauteil (mit der angegeben Fläche) definiert, eine zugehörigen Wandfläche zu. Mögliche Unstimmigkeiten zwischen Bauteildefinition und deren Flächenzuordnung werden beim späteren Berechnungsdurchlauf gemeldet. Möchte man beispielsweise die Gebäudeposition zur Optimierung am Ende noch drehen, gibt es hierfür folgende, weitere Funktionen: Gebäude drehen, Gebäude spiegeln, und Werte in der Tabelle editieren.
Beim Anlegen einer Hüllflächen können noch zusätzliche Angaben bezüglich der Sonnenminderung, Flächenheizung und fließendem Grundwasser gemacht werden.

- Wärmebrücken:

Die Wärmebrücken können pauschal (Vorgaben: 0,05(W/m*K) nach Planungsbeispielen DIN 4108; 0,1(W/m*K) keine speziellen, wärmebrückenreduzierenden Maßnahmen) oder detailliert berücksichtigt werden. Für die detaillierte Berechnung von Wärmebrücken wird ein zusätzliches Programm mit Wärmebrückeneditor benötigt, dessen Ergebnis dann unter selbst berechneter Wärmebrückenkoeffizient eingegeben werden kann.

- Haustechnische Anlagen, Anlagenaufwandszahl:

Die Bestimmung der Anlage ist sehr bequem; wenn man den richtigen Einstieg zur Bearbeitung der vorgefertigten Bauelemente gefunden hat: Sie erfolgt durch eine schrittweise Definition der Anlagenbestandteile und der Systemparameter, nachdem man sich in einem bestehenden Anlagenkatalog im Programm das zutreffende Element herausgesucht hat. Zugleich wird die Lage der Gebäudetechnik definiert. Durch die Funktion Element bearbeiten und Details können nun die einzelnen Bestandteile nach Wunsch bearbeitet werden( z.B. Wärmeerzeuger, Sonnenkollektor, RLT-Anlage, Beleuchtung usw. ). Eine direkte Angabe der Anlagenaufwandszahl ist nicht möglich. Die jeweilige Anlagentechnik kann dann wiederum durch die schnelle DRAG AND DROP FUNKTION den definierten Zonen des Gebäudemodells zugeordnet werden. Dies ermöglicht eine schnelle und nachvollziehbare Zuordnung, welche im Falle einer Änderung ohne weiteres korrigiert werden kann.

 

- Sommerlicher Wärmeschutz:

Der sommerliche Wärmeschutz wird raumweise nach DIN 4108-2 nachgewiesen. Ein zu überprüfender Raum (sommerlicher Wärmeschutz) kann in der Symbolleiste angelegt und nachgewiesen werden. Durch die Bearbeitungsfenster Raum bearbeiten und Fenster bearbeiten können für die relevanten Typ und Flächenangaben manuell eingegeben werden (Bezeichnung, Fläche, Bauart, Außenwandfläche, und Dachfläche). Der sofortige SOLL-IST VERGLEICH im Menü ermöglicht ihnen sofort auf das ausgegebene Berechnungsergebnis zu reagieren und evtl. Verbesserungsmaßnahmen zu treffen. Das Programm ermöglicht somit eine schnelle Eingabe zum Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes, da im Regelfall nur die jeweils ungünstigen Räume nachgewiesen werden müssen.

- Auswertung:

Die Auswertung ist übersichtlich in verschiedene Betrachtungsweisen aufgeteilt, so dass Energieeinsparende Möglichkeiten oder ein hoher Energieverbrauch schnell erkannt werden kann. Dies basiert weitgehenst auf der grafischen Darstellung mit Hilfe von Diagrammauswertungen (z.B. Wärmegewinn u. –verlust Primärenergiebedarf nach EnEV und einer Detailauswertung der Bauelemente und deren Orientierung , Fläche, U-Wert, Einheit, Dicke, usw.). Werden widersprüchlich gemachte Angaben (z.B. Kubatur) festgestellt, wird der Anwender durch eine entsprechende Fehlermeldung auf das Eingabeproblem aufmerksam gemacht.

- Ergebnisausgabe:

Die Ergebnisausgabe ist sehr umfangreich: Sämtliche Eingaben, Berechnungen und Beschreibungen ( von zahlreichen Grafiken unterstützt ) können einzeln angewählt und ausgegeben werden. Nicht die Ergebnisse werden einfach gespeichert, sondern der gesamte Berechnungsweg mit allen Parametern. Ausdrucke können in ein Worddokument eingefügt oder als Acrobat-Datei (PDF-Format) ausgegeben werden( und anschließend sehr bequem als E-Mail verschicket werden ). Die Software ermöglicht es zugleich auch, die berechneten Ergebnisse nach EnEV in Form eines DENA ENERGIEAUSWEISFORMULARS ( Muster Energieausweis –Nichtwohngebäude- ) gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV) im PDF-Format abzuspeichern und auszudrucken (EnEV – Druckertool der Dena).

Bei Fragen an den Softwarehersteller WEKA: Energieausweis leicht gemacht -Nichtwohngebäude

Auf der Internetseite www.weka.de ist eine Hotline-Nummer für Service und Support angegeben. Bei Bedarf kann auch ein Kontakt per e-Mail hergestellt werden. Häufig gestellte Fragen (FAQ) können ebenfalls in der Internetseite eingesehen und abgefragt werden. Was vor allem in der Einarbeitungszeit hilfreich ist. Wie oben schon erwähnt, hat man mit der vom Softwarehersteller gewählten ONLINE-HILFE, welche man im Programm aufrufen kann eine ideale Lösung gefunden. Durch ein logisch und übersichtliches Verzeichnis kommt man schnell zum gewünschten Bereich der EnEV-Berechnung. Hier sind jedoch nicht nur Eingabetipps und Schritt für Schritt Tutorials hinterlegt, sonder auch Literatur und Ablaufdiagramme des Berechnungsverfahrens. Übergreifende Ausblicke vom „Gesamtheitlicher Ansatz“ und „DIN-ausschnitten“ bis hin zur Softwareunterstützten Berechnung werden umfangreich erklärt. Kurz gefasst ist das Programm sehr übersichtlich und bequem zu handhaben, es ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein gewisser Zeitraum einer Einarbeitungszeit einzurechnen ist. Es ist für einfache, sowie komplizierte Nachweise gut zu empfehlen. Verbesserungen und Ausarbeitung von Softwarehersteller sind unter den aktuellen Upgrades auf der Internetseite herunterzuladen, um mit dem aktuellsten Berechnungspaket zu arbeiten. Abensberg den 16.11.2008
diestatiker, Alexander Glamsch