31. Rosenheimer Fenstertage 2003

Ende Oktober drehte sich in Rosenheim alles nur ums Fenster.

 

Ende Oktober drehte sich in Rosenheim alles nur ums Fenster.

Das Institut für Fenstertechnik ift hatte wieder einmal ein breites Spektrum an Fachleuten geladen, die den vielen Teilnehmern(innen) einen Einblick in die aktuellen Erfahrungen im Fensterbau weitergaben.
Von wissenschaftlichen Forschungen, Innovationsmöglichkeiten für Betriebe bis hin zur aktuellen Fertigungs- und Marktsituation innerhalb Europas wurde von verschiedensten Fachleuten referiert.

Es war viel Motivation in der Fensterbranche spürbar. Die immer besseren technischen Standards der Fenster mitsamt Rahmen und Profilen bringen für den gesamten Bausektor neue innovative Ideen hervor. Die architektonischen Möglichkeiten sind Dank der statischen Konstruktionen vielfältiger und transparenter geworden. Damit erhalten die Gebäudefassaden einen direkten Bezug zur Umwelt.
Die Menschen sind durch immer bessere Möglichkeiten im Lüftungsbereich und in der Lichttechnik wieder direkt mit der Außenwelt in Kontakt. Die neuen Märkte in Osteuropa sind immer breiter vertreten und spielen in naher Zukunft eine wichtige Rolle auf dem internationalen Marktsektor.

Die Referenten haben interessante Aspekte aus ihrer Forschung und ihrer Marktsituation eingebracht. Wohin führt uns der Weg im Bereich der Fensterbranche aber nun? Nach wir vor spielen im Gewerbebau neueste Forschungsergebnisse und Umsetzungsmöglichkeiten für die Entwicklungstechnik ein große Rolle. Für den Wohnungsbau hingegen sind viele Neuerungen im Augenblick leider noch nicht umgesetzt. Die Rolle des Fensters wird hier immer noch unterbewertet.

Aktuelle Vorträge und Gespräche bei den Rosenheimer Fenstertagen lassen jedoch eine große Motivation erkennen, die das Fenster in diesem Bereich aus Ihrem Dornröschenschlaf erwecken soll. Insgesamt haben die Vorträge der einzelnen Bereiche einen guten Einblick in diese Branche gegeben.
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Vortrag: Strategisches Denken und Handeln zu zählbaren Ergebnissen Stefan Baldenweg, Managementzentrum St. Gallen/ Schweiz

Viele Betriebe stehen heute plötzlich vor dem wirtschaftlichen Ruin. Stefan Baldenweg zeigte die Ursachen auf und erklärte wie ein Betrieb in der heutigen Wirtschaftslage bestehen kann. Es genügt nicht durch finanzielle Reaktionen wie Fixkostenreduzierung und Entlassung von Mitarbeitern auf die derzeitige Wirtschaftslage zu reagieren. Heute ist es wichtiger denn je innovative Ideen zu entwickeln, strategische Konzepte zu entwickeln und effizienter zu handeln. Mittlerweile sind 2/3 der Unternehmen alleine dadurch gefährdet, dass die aktuelle Situation und die wirtschaftlichen Entwicklungen zu spät wahrgenommen werden.

Globalisierung, Homogenisierung, gesättigte Märkte und Überkapazitäten machen Prognosen nahezu unmöglich. Deshalb gilt es marktbezogene Indikatoren, liquiditätsbezogene Faktoren und marktbezogene Erfolgsrechnungen zu erstellen.
Entwicklung neuer Werbestrategien, Nutzung des Internets, Erstellung neuer Geschäftsmodule sind wichtige Faktoren um auch weiterhin ein erfolgreiches Unternehmen zu erhalten.



Luft das sechste Baumaterial Univ. Prof. Dipl.- Ing. Axel Thallemer

Im Forschungsbereich hat Univ. Prof. Dipl.- Ing. Axel Thallemer schon vielen innovativen Ideen Vorschub geleistet.
Seine intensive Beschäftigung mit den Konstruktionsvorbildern der Natur hat zu sensationellen Erkenntnissen und Ergebnissen geführt. Daraus resultieren verschiedenste Tragformen.

Nach der Verwendung von Holz, Metall, Glas/Keramik, Membranen, Fell und Textilien wurde dies durch den Einsatz von Luft als sechstes Baumaterial ermöglicht.
So entstehen durch den Einsatz von Y- Stützen in Form eines Exoskeletts und neuartigen pneumatischen Strukturen Hallen mit einem Innenraumvolumen von bis zu 2250 cbm ohne jegliche Innenstütze und ohne Druckbeaufschlagung.

Durch das mit Luft entwickelte flexible Fachwerk passen sich die Bauwerke automatisch den veränderlichen Umweltbedingungen wie z. B. Windlasten an. Auch die Umsetzung anderer Konstruktionsbeispiele aus der Natur sind in Bereichen wie Medizin, Sport, Technik, aber auch im normalen Alltag nutzbar.

Wir können mit Spannung auf die neuen Designentwicklungen von Prof. Thallemer warten. Schon heute sind viele Arbeiten für die Entwicklung innovativer Konstruktionen nicht mehr wegzudenken

Weitere Informationen zu den Rosenheimer Fenstertagen 2003 können auf der Homepage des ift Rosenheim unter www.ift-rosenheim.de eingesehen werden.