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THEMA: Aussteifung/Windlastverteilung bei Lochfassade

Aussteifung/Windlastverteilung​ bei Lochfassade 18 Aug 2017 14:50 #61967

Seid gegrüßt,

wie schätzt ihr in statisch unbestimmten Aussteifungssystemen die Steifigkeiten geschwächter Wandscheiben ab ?
Beispiel: Lochfassade mit breiten Fenstern und geringer Sturzhöhe in Stahlbetonfertigteilbauweise.

Einige Programme bieten ja die Möglichkeit die Steifigkeit über das Verhältnis des E-Moduls zu steuern.
Eine andere Möglichkeit wäre, direkt Restquerschnitte einzugeben. Mir fehlen da leider noch Anhaltspunkte.

Würde mich über Anregungen freuen.
Letzte Änderung: 18 Aug 2017 15:17 von baufo.
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Aussteifung/Windlastverteilung​ bei Lochfassade 18 Aug 2017 19:28 #61971

baufo schrieb:
... Aussteifungssystemen ... geschwächter Wandscheiben ... ?
Dieses Thema läuf in der Literatur unter dem Namen "gegliederte Wandscheiben" und wird z.B. im BK 1988, Teil II behandelt.
Wenn die Riegel (Sturz und/oder Brüstung) ausreichend steif sind, kann man als Trägheitsmoment für die Scheibe, eine Scheibe mit Loch annehmen,
also so
###### - - - - ######
Das entspricht einer starren Kopplung der Wandteile.
Sind die Riegel weich, nimmt man zwei getrennte Wandscheiben an.
Will man genauer rechnen, schaut man entweder in die Literatur, oder man führt eine Rahmenrechnung durch, ermittelt die Seitenverschiebung für eine Ersatzkraft H und vergleicht diese Verschiebung mit der Seitenverschiebung einer Wand ohne Öffnung.
Daruas gewinnt man dann einen Reduktionsfaktor.

Da bei der Gesamtrechung immer die Gleichgewichtsbedingungen erfüllt werden, kommt es auf einen Schnaps nicht an.
Bei langen Wänden sollte man auch die Schubverformung berücksichtigen.

Wichtig ist, dass bei der Bemessung der Riegel, nicht die Sekündärmomente vergessen werden.

es
Letzte Änderung: 18 Aug 2017 19:28 von prostab.
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COM_KUNENA_THANKYOU: baufo

Aussteifung/Windlastverteilung​ bei Lochfassade 20 Aug 2017 22:35 #61978

prostab hat eine gute Lösung anzubieten.
VG W.E.
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Aussteifung/Windlastverteilung​ bei Lochfassade 23 Aug 2017 19:37 #61996

Danke schonmal. Bin bisher auch so vorgegangen, 2 getrennte Wandscheiben einzugeben.
Wenn die Riegel (Sturz und/oder Brüstung) ausreichend steif sind, kann man als Trägheitsmoment für die Scheibe, eine Scheibe mit Loch annehmen,
also so
###### - - - - ######
Das entspricht einer starren Kopplung der Wandteile.
Demnach die Fläche der Öffnung abziehen ?

Ein Rechenbeispiel für gegliederte Wandscheiben ist auch in "Beispiele zur Bemessung nach DIN 1045-1: Band 2: Ingenieurbau" zu finden.
Hier wird auch in einer Randbemerkung erwähnt, dass bei Wandscheiben aus Fertigteilen nachzuweisen ist, dass keine klaffende Fuge entsteht.

Im Mauerwerksbau darf ich doch auch die klaffende Fuge bis zur Mitte zulassen. Wie seht ihr das ?
Letzte Änderung: 23 Aug 2017 19:38 von baufo.
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Aussteifung/Windlastverteilung​ bei Lochfassade 25 Aug 2017 10:53 #61997

baufo schrieb:
...###### - - - - ######
Demnach die Fläche der Öffnung abziehen ?
Das Trägheitsmoment ist für den Querschnitt mit Loch zu ermtteln
(falls die Riegel ausreichend steif sind, sonst sind es zwei Wände).
..., dass bei Wandscheiben aus Fertigteilen nachzuweisen ist, dass keine klaffende Fuge entsteht.
Im Mauerwerksbau darf ich doch auch die klaffende Fuge bis zur Mitte zulassen. Wie seht ihr das ?
Nicht ganz (bzw. nicht immer) bis zur Mitte,
weil die Dehnung auf der Zugseite auf 0.1 o/oo begrenzt ist (DIN 1053-1).
Im EuroKot habe ich aber weder etwas zur Klaffung noch zur Dehnungsbegrenzung gefunden.
Seltsam, oder habe ich etwas überlesen?

es
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