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THEMA: Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2

Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2 23 Nov 2017 13:49 #62433

  • Havelman
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Hallo,

ich würde gerne einen Grundbruchnachweis für eine Winkelstützwand führen, die nahe des Kopfs mit LM1 belastet wird.

Der EC1-2 besagt, dass LM1 mit dem Teilsicherheitsfaktor 1,35 faktorisiert werden darf.
Für den Grundbruch und das Gleiten werden die Nachweise allerdings nach/mit GEO-2 geführt, dessen Teilsicherheitsfaktoren bei veränderlichen ungünstigen Lasten laut Tabelle bei 1,50 liegt.

Darf ich die Lasten mit 1,35 faktorisieren oder muss ich 1,50 nehmen?
Der Unterschied ist nicht gewaltig, aber mich würde trotzdem eure Ansicht oder Argumentation dazu interessieren.
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Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2 24 Nov 2017 07:53 #62436

  • KaiF
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Rechnerisch ist es richtig, wenn der Lastansatz in diesem Fall um den Faktor 1,35/1,50 verringert wird.

Wenn ich nicht grad Bauwerke an Autobahnen und Fernstraßen habe, denke ich zuerst immer auch drüber nach, ob die hohen Lasten aus dem EC hier wirklich zutreffend und wirtschaftlich zu rechtfertigen sind.
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Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2 24 Nov 2017 08:37 #62437

  • dvog
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hallo Havelmann,

bei LM1 nach DIN-FB 101 Sicherheitsfaktor 1.5
bei LM1 nach EN 1991-2 Sicherheitsfaktor 1.35

Wenn Ihr Programm mit 1.5 kombiniert reduzieren Sie einfach den Lastansatz wie KaiF schreibt.
Sie können den Sicherheitsbeiwert sowohl bei der destabil. H-Komponente als auch bei der stabl. V-Komponente gleich ansetzen, da beide Lastkomponenten aus derselben Einwirkung kommen.

gruß dvog
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Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2 24 Nov 2017 09:02 #62438

  • Havelman
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Die Belastung LM1 wurde so vom Hersteller der Winkelstützwände angeboten. Da kann und will ich eigentlich nicht reinreden. Ich hätte eher SLW60 verwendet. Obwohl man in kommunalen Gebieten scheinbar diese LM1-Belastungen auch reduzieren kann. Das müssen aber andere Stellen bejahen und ich habe bislang auch keine sichere Quelle für diesen Vorfaktor 0,7.

Die Reduktion hätte ich genau so mit 1,35/1,50 gemacht. Eine H-Komponente habe ich nicht berücksichtigt, weil diese Wände die Flügelwände einer Bachüberquerung sind und wohl niemand über die Kappen in den Bach fahren will, sich aber mit einer Vollbremsung .umentscheidet Vielleicht mache ich aber noch eine Anpralllast in einer weiteren Kombination drauf.
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Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2 24 Nov 2017 09:14 #62439

  • KaiF
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Der Hersteller führt nur die Stahlbetonbemessung der Elemente. Für die Gesamtstandsicherheit kann man durchaus mit kleineren Lasten rechnen. Das muss man im Gespräch mit dem AG klären.
Bitte bei der Bezeichnung aufpassen: LM1 meint das Lastmodell vom DIN FB 101, das Lastmodell nach EN1991-2 wird i.d.R. mit LMM bezeichnet. Nur um Mißverständnissen vorzubeugen.
Den Lastfall "dagegenfahren" muss man immer bedenken - zumindest die Folgen abschätzen (Absturzhöhe, Gefahrenlage). Streng genommen kann man das nach den Kriterien der RPS bewerten. Bei Fertigteilen hilft nur ein Schrammbord in sicherem Abstand hinter der Wand, sonst müßten die Elemente als direkt gestoßenes Bauteil dafür bemessen sein (sind sie normalerweise nicht!). Oder man betoniert einen Riegel hinter die Wand, der die Elemente miteinander verbindet.
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Nachweise GEO-2 mit Belastung LM1 nach EC1-2 24 Nov 2017 10:20 #62440

  • dvog
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Hallo Havelmann,

es geht mir um die H- und V-Erddruck-Komponenten aus der Vertikallast, die z.B. für den Grundbruchnachweis unterschiedliche Wirkungen haben (stabil., destabil.).

gruß dvog
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