Programmübersicht und Tests zur Energeieinsparverordnung EnEV (31.05.02)

Gegenüberstellung Wärmeschutznachweis nach WSchV / und neuer Energieeinsparverordnung En EV

 Seit Februar 2002 gilt die Energieeinsparverordnung EnEV 2002, die sich in einigen Punkten wesentlich von der WSchV’ 95 unterscheidet. Die Nachweisführung nach EnEV ist kompliziert und mit einer Handrechnung kaum noch zu bewältigen. Zum Glück hat sich auf dem Softwaremarkt bereits einiges in dieser Richtung getan und die Planer können auf viele Produkte zurückgreifen, um die Nachweise nach der EnEV mit Hilfe von PC-Programmen führen zu können.

Im Rahmen unserer Auseinandersetzung mit der EnEV haben wir nun einige Programme zu diesem Thema verglichen und möchten die Ergebnisse dieses Vergleichs kurz präsentieren.

Bei allen Programmen handelt es sich um Demoversionen.
Die Programme wurden im Hinblick auf folgende Punkte verglichen:

-          Anwendungsmöglichkeiten

-          Eingabe von Daten (Anwenderfreundlichkeit)

-          Ergebnissausgabe

-          Behandlung von Wärmebrücken und haustechnischen Anlagen( neue wesentliche
Bestandteile im Nachweis nach EnEV )

 

 

Programm / Anbieter

Preis

Einsatzgebiet / Anwenderfreundlichkeit / Ausgabe / Wärmebrücken / Haustechnik

Besonderheiten der Demo-Version

KALKSANDSTEIN

www.kalksandstein.de

kostenlos

Nachweise für Wohn- und Nichtwohngebäude ( Neubauten ) nach dem Monats-Bilanzverfahren, übersichtliches EXCEL–Programm, die Anwendung ist aber auf einfach strukturierte kleinere Gebäude (nur wenige Bauteile können definiert werden ) begrenzt. Die U-Werte müssen gesondert ermittelt werden. Bestimmte Größen ( z.B. wirksame Wärmespeicher -fähigkeit ) können berücksichtigt werden, müssen jedoch explizit ermittelt werden.

Die Ausgabe der Ergebnisse und der gesamten Berechnung ist sehr kompakt und enthält die wichtigsten nachweisrelevanten Angaben, jedoch keinen Energiebedarfsausweis, wie Ihn die EnEV fordert.

Die genauen Wärmeverluste durch Wärmebrücken können berücksichtigt werden, müssen aber programmunabhängig berechnet werden.

Man kann zwischen 8 vordefinierten haustechnischen Anlagen
( Diagrammverfahren ) wählen, oder die Aufwandszahl mit Hilfe des Tabellenverfahrens bestimmen, was nicht einfach ist, da der Anwender die wichtigen Daten dazu wissen und eingeben muss.

 

PORORTON

www.poroton.org

50,- €

zzgl. MwSt.

Das Programm führt einen Nachweis nach EnEV ( Neubauten, beide Verfahren ) durch. Im allgemeinen Register wählt man verschiedene „Nachweisstationen“ ( Eingabe von Projektdaten, Bauteilen, Anlagentechnik etc. ).

Die Programmanwendung beschränkt sich auf einfachere Gebäude. Die Nachweisführung ist verständlich aufgebaut, so dass der Einstig in die Programmanwendung weitgehend leicht fällt.
Es ist eine für den Normalfall ausreichende Baustoff-Datenbank vorhanden. Die Eingabe von vordefinierten kombinierten Bauteilen
( Gefache / Rippen ) ist möglich, eigene Bauteile dieser Art können jedoch (zumindest in der Demo-Version ) nicht modifiziert werden. Eine automatische und eindeutige Fensterzuordnung ist nicht vorhanden ( mögliche Fehlerquelle bei der Berechnung der Wand-Nettoflächen ).

Die Nachweisausgabe enthält neben wichtigen Objektdaten eine Auflistung der Bauteile (Kennwerte und Flächen ), evtl. Wärmebrücken, die Zusammen-stellung der Nachweisergebnisse und den Energiebedarfsausweis.

Die Wärmebrücken können entsprechend EnEV-Vorgaben gewählt oder genau berechnet werden ( das Programm bietet einen Wärmebrücken-katalog mit 77 verschiedenen Wärme-brückentypen an, die geringfügig modifiziert werden können ).

Die Anlage kann mit Hilfe des Diagrammverfahrens oder des Tabellenverfahrens gewählt werden (beide Optionen bieten eine Vielzahl von Anlagen), ebenso kann die Anlagenaufwandszahl direkt eingegeben werden.

Anwendung ist auf 30 Tage beschränkt, Führung eines Nach-weises ist möglich.

EnEV 2002

Dipl. Ing. M. Hanneforth

Fahrhauerstr. 19

45329 Essen

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395,- €

Nachweise nach EnEV ( Neubauten und Umbauten, beide Verfahren, Mindestwärmeschutz ) und nach WschV 95, sowie Feuchteschutzberechnungen
( z.B. Glaserdiagramme ) zu einzelnen Bauteilen ( bei Bedarf an die tatsächlichen Klimabedingungen angepasst ). Erstellung eines Erläuterungsberichtes.

Dank der Ablaufsimulation kommt man mit der Benutzung des Programms gut zurecht. Auf einer „Bauteilliste“ bekommt man eine Übersicht über definierte Bauteile, die durch Doppelklick angewählt und weiter modifiziert werden können ( z.B. Aufbau, wahre Funktion des Bauteile im Nachweis, Flächenberechnung etc.). Graphische Hilfen erleichtern eine genaue Bauteilzuordnung nach deren Funktion. Erzeugung eines Gefach- und Rippenbauteils ist durch Kombination zweier unabhängigen Bauteile möglich, eine zusätzliche Funktion ermöglicht die Berücksichtigung von Flächenhei-zungen in Bauteilen. Die Fensterflächenzuordnung ist leider nicht eindeutig erkennbar und kann nur durch eine Überprüfung der Rechenvorschrift bei der Wandflächenberechnung überprüft werden. Eine genaue und eindeutige Bauteilbenennung ist daher unbedingt erforderlich ( mögliche Fehlerquelle ).

Bei Flächenberechnung ( Eingabe einer beliebigen Zahlenformel ) können bereits vorhandene Berechnungs-ergebnisse eingelesen oder ganze Rechengänge übernommen werden. Bei der Erstellung der Bauteil-diagramme ( Temperaturverläufe, Dampfdruck ) können die Umweltbedingungen bei Bedarf individuell eingestellt werden.
Die wirksame Wärmespeicherkapazität des Gebäudes kann durch die zusätzliche Eingabe von Innenbauteilen genau bestimmt werden.

Die Ausgabe enthält Angaben zu Bauteilen und deren Aufbau ( aber keine Angaben zur Flächenermittlung ), Einhaltung des Mindestwärmeschutzes, Berechnungen zu Wärmeverlusten und Gewinnen, Wärmebrückenreport , Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes und den Energiebedarfsausweis. Der Umfang der Ergebnisausgaben kann nach Bedarf eingestellt werden.

Eine detaillierte Ermittlung der Wärmeverluste über die Wärmebrücken wird vom Programm unterstützt, es werden 61 verschiedene Wärmebrückentypen als Hilfen zur Ermittlung der Wärmeverluste angeboten.

Die Bestimmung der Anlagenaufwandszahl fällt hier etwas dürftig aus – Das Diagrammverfahren beschränkt sich auf 6 vordefinierte Anlagen. Um das Tabellenverfahren anwenden zu können, ist die genaue Kenntnis der Anlagendaten erforderlich. Die Aufwandszahl kann aber auch explizit angegeben werden ( z.B. Angabe des Haustechnikers ).

Eine ausführliche Ablaufsimulation ermöglicht den Einstieg in die Programmbenutzung

EnEV – PRO XL

www.mb-software.de

400,-€

zzgl. MwSt.

Das Programm erledigt die Nachweise nach EnEV ( Neubauten und Umbauten, beide Verfahren ), bietet aber keine Betrachtung weiterer bauphysikalischer Anforderungen ( z.B. Feuchteschutz ).

Das Programm ist verständlich aufgebaut und man kann damit auf Anhieb gut zurechtkommen. Es besteht aus zwei Bearbeitungsbereichen: Bauteile und Anlagentechnik.
Die zu definierende Bauteile werden je nach deren Aufgabe ( Außenwände, Fenster, Decken etc. ) in 8 entsprechenden Gruppen zusammen-gefasst und können durch einen Doppelklick für die Modifikation sämtlicher Parameter ( Fläche, Aufbau, Ausrichtung etc. ) ausgewählt werden
( eine umfassende Baustoffdatenbank ist vorhanden).
Scheinbar kann der Anwender bis max. 20 Fenster- bzw. Außenwandbauteile und jeweils 10 Bauteile eines anderen Typs modellieren.
Kombi-Bauteile können als Bauteile mit %-Angaben zu Gefach- und Rippen-anteil definiert werden. Die Fenster-flächenzuordnung, die im Rahmen der Bauteileingabe erledigt werden kann, ist sehr bequem und eindeutig und wird bei der Bearbeitung des betroffenen Bauteils ( Wand, Dach, Fenster ) eingeblendet.

Die Schichtaufbauten verschiedener Bauteile können projektintern aus bereits definierten Bauteilen übernommen aber nicht kopiert oder verschoben werden, allerdings können Bauteilaufbauten in einem externen Orden gespeichert und daraus geladen werden. Die Flächenberechnung wird auf den einfachen Fall a*b*c/d für max. vier Teilbereiche begrenzt, was u.U. vorhergehende Berechnungsschritte erforderlich machen kann. Für die Führung eines Nachweises ist nur das Standardklima nach DIN vorhanden.

Die Ausgabe konnte nicht bewertet werden.

Eine detaillierte Ermittlung der Wärmeverluste über die Wärmebrücken ist möglich, das Programm bietet aber keinen „Wärmebrückenkatalog“ an.

Die Demoversion ermöglicht die Modellierung von einigen Bauteilen und die Bestimmung der Anlagenaufwandszahl nach dem Tabellenverfahren.

Keine Ausgabe der Ergebnisse.

EnEV – PRO XL

www.mb-software.de

 

Für die Bestimmung der Anlagenaufwandszahl sollen in der Vollversion –XL sowohl das Diagramm- als auch das Tabellenverfahren zur Verfügung stehen. Die Demoversion bietet aber nur ein Tabellenverfahren an, bei dem eine Vielzahl von Anlagen Schritt für Schritt ( Trinkwasser, Heizung, Lüftung ) genau definiert werden können. Die definierten Anlagen können gespeichert und geladen werden.

 

ANTARES 2.1

www.lop.de

345,-€ (1. Lizens)

zzgl. MwSt.

Das Programm ermöglicht zusätzlich zum Nachweis nach EnEV ( Neubauten und Umbauten, beide Verfahren, Mindestwärmeschutz ) und Betrachtung der Feuchteschutzanforderungen an einzelnen Bauteilen, auch eine Energiekosten- und Schadstoff-emissionsabschätzung für ein Gebäude . Dabei können innerhalb eines Projektes verschiedene Varianten
( vorh. Zustand, verschiedene Haustechnikanlagen etc. ) berechnet, kombiniert oder miteinander vergleichen werden. Es können auch Erläuterungsberichte zum Projekt und Einzelvarianten verfasst werden. Eine Anpassung an örtliche oder individuelle Klimabedingungen ist möglich.

Die Bearbeitung eines Projektes erfolgt, indem die einzelnen Register für Projekt-; Energiekosten- und Emissionsdaten; Definition von Zonen ( Wohnbereich, unbeheizt etc. ) und deren Umweltbedingungen; Bauteileingaben; Anlagendefinition; Wärmebrücken und Ausgabeumfang bearbeitet werden.
In jedem Register müssen projektbezogene Optionen festgelegt werden. Die Bauteileingabe ist einfach und übersichtlich ( umfangreiche Baustoffdatenbank steht zur Verfügung und kann durch den Anwender ergänzt werden ), die einzelnen Bauteile müssen aber genau benannt werden, weil deren Funktion nicht in der Übersicht sondern im Fenster mit dem Bauteilaufbau angegeben wird. Zusammengesetzte Bauteile können als ein Bauteil mit Gefach- und Rippenelementen modelliert werden. Die Eingabe von Flächenheizungen in den Bauteilen ist scheinbar möglich, in der Demoversion aber nur angedeutet. Der Anwender kann bei Bedarf die tatsächliche wirksame Wärmespeicher-fähigkeit durch Eingabe von Innenwänden ermitteln. Die Bautei-lflächen können entweder direkt eingegeben oder programmintern berechnet werden, wofür Berechnungsformeln mit bis zu 4 Argumenten definiert werden können. Die Fensterflächenzuordnung ist einfach und bei Bedarf leicht überprüfbar
( Angaben dazu findet man auch in der Ausgabe der Bauteilflächenermittlung ), was einen mögliche Fehlerquelle so gut wie ausschließt.
Die Ausgabe ist sehr umfangreich und besteht im wesentlichen aus Text- und Grafikbausteinen zu allen Berechnungs-bereichen und kann ganz nach Bedarf des Benutzers zusammengestellt werden.

Eine detaillierte Ermittlung der Wärmeverluste über die Wärmebrücken wird vom Programm unterstützt, ein Wärmebrückenkatalog ist jedoch nicht vorhanden.

Die Wahl der haustechnischen Anlage erfolgt in zwei Schritten: als erstes kann ein „Assistent“ die Anlage durch Festlegung wesentlicher Merkmale grob bestimmen, danach kann der Anwender mit Hilfe zusätzlicher Optionen das System genau festlegen.

Sowohl die haustechnische Anlage als auch Bauteile können in Datenbanken gespeichert und evtl. bei anderen Projekten verwendet werden.

Als Demo-Version für 30 Tage zur Probe benutzbar, komplette Bearbeitung eines Projektes und die Ausgabe der Ergebnisse ist mit dem Programm möglich.

EnEV Wärme & Dampf

www.rowa-soft.de

408.50 €

zzgl. MwSt

Das Programm führt Nachweise nach EnEV ( Neubauten und Umbauten, beide Verfahren, Mindestwärmeschutz ) und nach WSchV 95 durch. Zusätzlich können Feuchteschutzanforderungen überprüft werden. Für eine genauere Bestimmung des Energiebedarfs können örtliche Klimadaten verwendet und Temperaturzonen innerhalb des Gebäudes festgelegt werden.

Zusätzlich können die maximal geforderte Leistung des Heizkessels, Energieverbrauch der Warmwasseraufbereitung, sowie der Schadstoffausstoß des Gebäudes berechnet werden.

Beim Bearbeiten eines neuen Projekts werden als Erstes alle berechnungs-relevanten Rahmendaten genau festgelegt ( verständliche Abfragen helfen dem Anwender ).
Anschließend können im Bereich der Bauteilübersicht Wände, Fenster etc. eingegeben und bearbeitet werden. Hier kann der Anwender viele vorhandene Baustoffe und Bauteile in das Projekt integrieren oder eigene erstellen. Die Bauteile werden funktionsabhängig in Rubriken zusammengefasst.
Parallel zur Bauteilangabe können zugeh. Fenster definiert werden, die automatisch in die Bauteilliste übernommen werden.
(Die Ergebnisausgabe enthält diese Fensterzuordnung auch ).
Bei Flächenberechnung können die eingegebenen Werte kommentiert werden. Flächenheizungen innerhalb der Bauteile und Innenbauteile für die Bestimmung der wirksamen Wärmespeicherfähigkeit können scheinbar nicht eingegeben werden ( es findet sich zumindest kein Hinweis darauf in der Demoversion ).

Die Ausgabe enthält detaillierte Angaben zu Bauteilen, sämtliche Berechnungen im Rahmen der Nachweise ( sh. oben ), Berechnungen zu Wärmeverlusten und Gewinnen, den Energiebedarfsausweis. Zusätzlich werden einige Nebenanforderungen der EnEV ( z.B. Dämmung der Heißwasser-leitungen ) abgedrukt
.Der Umfang der Ergebnisausgaben und deren Ausführlichkeit können nach Bedarf eingestellt werden.

Eine detaillierte Ermittlung der Wärmeverluste über die Wärmebrücken ist möglich, jedoch auch hier ohne einen Wärmebrückenkatalog.

Die Bestimmung der Anlagenaufwandszahl erfolgt entweder nach dem Diagramm- ( 6 versch. Anlagen ), dem Tabellenverfahren oder durch direkte Angabe der Anlagen-aufwandszahl.

Es kann nur eine begrenzte Anzahl von Bauteilen definiert werden, eine Projekt-bearbeitung mit Hilfe der Demoversion ist daher unmöglich.

Dämmwerk 5.0

www.bauphysik-software.de

500,-€

zzgl. MwSt. für das Grundpaket

Dieses Programm ist wesentlich umfangreicher als die vorhergehenden und schließt detaillierte Berechnungen, Nachweise und graphische Darstellungen ( z.B. Modellieren von Wärmebrücken ) zu den Bereichen EnEV, WSchV 95, Feuchteschutz, Schallschutz, Brandschutz mit ein.
Dank einer gemeinsame Schnittstelle können CAD-Daten von Nemetschek übernommen und bei der Flächen-ermittlung verwendet werden. Wie beim Programm von Rowa-Soft können standortbedingte Klima-verhältnisse genau berücksichtigt werden.

Für die Bearbeitung des Thema EnEV ist das Programm gut und verständlich aufgebaut, die zahlreichen zu wählenden Optionen oder einzugebenden Werte sind in den Text integriert und bereiten keine Probleme
( viele Angaben können detaillierter gemacht werden, als im Rahmen der EnEV eigentlich gefordert ).
Die Baustoff- und Bauteildatenbanken enthalten einige vorbereitete Bauteile und eine sehr große Auswahl an Baustoffen und können bei Bedarf erweitert werden.
Die Ermittlung der Gebäudehüllflächen und deren Verknüpfungen mit den Bauteilen ist dagegen etwas verwirrend, die einzelnen Funktionen sind hier nicht sofort zu verstehen, zudem die jeweiligen Hüllflächen den Aufbauten nicht direkt zugeordnet werden und scheinbar auch in der Ausgabe nicht enthalten sind. Ebenso nachteilig ist die manuelle Eingabe der abzuziehenden Fensterflächen, da sich hier Fehler einschleichen können.

Sollte man sich allerdings dazu verleiten lassen, tiefer in die Detailberechnungen und Darstellungen ( z.B. Wärme-brücken oder Glaser-Diagramme ) einzusteigen, kommt man mit vielen angebotenen Funktionen nicht schnell zurecht und muss in deren Verständnis Zeit investieren.

Die tatsächlich wirksame Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes kann ermittelt werden, die evtl. vorhandenen Flächenheizungen werden beim Modellieren der Bauteile berücksichtigt.

Die Ergebnisausgabe enthält alle erforderlichen und interessanten Daten, sowie entsprechende Hinweise auf EnEV oder betroffene DIN – Normen. Die Ergebnisausgabe erfolgt nicht in einem Block, sondern für die einzelnen gefragten Bereiche ( EnEV, Bauteile, Flächenermittlung etc. ), die sich manchmal überschneiden, getrennt , was auch umständlich ist.

Die Wärmeverluste über die Wärmebrücken werden bei Wunsch genau und bauteilbezogen ermittelt. Der Wärmebrückenkatalog enthält nur 16 Grundmodelle, kann vom Anwender jedoch beliebig erweitert werden.

Für die Wahl der Anlage stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: gut unterteiltes Diagrammverfahren ( 70 vordefinierte Anlagen ); übersichtliches Tabellenverfahren oder direkte Angabe der Anlagenaufwandszahl. Wenn die Anlage noch nicht fest steht, kann die max. zulässige Aufwandszahl ermittelt werden.

Die Demoversion kann 30 Tage lang benutzt werden. Eine Projektbearbeitung ist möglich.

Bautherm EnEV 2.0

www.bmz-software.de

648,-€ (1. Lizens)

zzgl. MwSt.

Dieses Programm befasst sich mit Berechnungen und Nachweisen nach EnEV, WSchV 95, dem Diffussionsnachweis sowie dem Schallschutznachweis. Individuell definierte Klimabedingungen können nur für die Führung des Diffusions-nachweises verwendet werden.

Nach der Festlegung der Projektrahmendaten landet man im „Projekt - Window“, wo alle weitere Schritte ( außer der Wahl der Anlage ) erledigt werden. Die Erstellung von Bauteilaufbauten ist einfach und übersichtlich ( Kopieren, Löschen, Modifizieren etc. ist sehr einfach und bequem ).
Die einzelnen Aufbauten werden nach deren Funktion in Gruppen zusammengefasst ( Außenwände, Decken ... ) und entsprechenden Hüllflächen zugeordnet ( ähnliche Vorgehensweise wie bei DÄMMWERK, jedoch übersichtlicher und einfacher ). Umständlich ist die Flächenermittlung bei Hüllflächen mit Fenstern : Trotz der klaren Wand-Fenster Zuordnung müssen die Fensterflächen bei der Flächenermittlung extra abgezogen werden.
Die Baustoff- und Bauteildatenbanken enthalten sehr viele Angaben und können vom Bearbeiter ergänzt werden. Evtl. vorhandene Flächenheizungen können bei der Modellierung der Aufbauten berücksichtigt werden. Eine genau ermittelte wirksame Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes kann berücksichtigt werden
( programmexterne Berechnung erforderlich
).

Die Ergebnisausgabe gliedert sich in drei unabhängige Teile:
„Nachweise“( sämtliche Berechnungen und Graphiken incl. Verweise auf Normen oder EnEV ), „Anlagenbewertung“ ( bei Tabellenverfahren ) und „Energiebedarfsausweis“.
Die einzelnen Bestandteile der Nachweise können auch einzeln ausgegeben werden.

Die genauen Summe der Wärme-verluste über die Wärmebrücken müssen programmextern ermittelt und eingegeben werden.

Die Bestimmung der Anlagenaufwandszahl erfolgt entweder nach dem Diagramm- ( 6 versch. Anlagen ), dem Tabellenverfahren (übersichtlich und gut gegliedert ), oder durch eine direkte Angabe der Anlagenaufwandszahl.
Eine Anpassung der Energieaufwandszahl wie bei „DÄMMWERK 5.0“ ist möglich.

Die Demoversion kann max. 10 x benutzt werden. Eine komplette Nachweisführung und Ausgabe ist möglich.

 

Fazit:

Wir haben mit Hilfe dieser Programme ( so gut die Demoversion dies zugelassen hat ) ein Beispielobjekt durchgerechnet und bei Bedarf einzelne ( in unserem Beispiel nicht enthaltene ) Optionen ( z.B. Flächenheizungen ) getrennt angeschaut. Wir schließen nicht aus, dass der Eine oder der Andere Punkt von uns übersehen oder missverstanden wurde, grundsätzlich lässt sich über die Programme Folgendes sagen: Jedes der hier kurz vorgestellten Programme hat seine Vor- und Nachteile und es gibt große Unterschiede, sowohl in dem Bearbeitungsumfang als auch dem Preis der einzelnen Programme. Jeder Anwender sollte sich daher nicht nur auf unser Urteil verlassen, sondern die vorhandene Möglichkeit, Software-Demoversionen auszuprobieren, nutzen und sich dann für das seinen Aufgabenbereich am besten entsprechende Produkt entscheiden. Zudem sieht man, dass auch das teuerste Programm nicht ohne Stolpersteine ist.

Abschließend noch einige Internet-Links, die Ihnen bei der Anwendung der EnEV weiterhelfen können:

 

www.enev-online.de , hier Links zu einigen Softwareherstellern, Infos über Bücher, Hilfsmittel etc.

www.enev.de , hier einige Infos und Links zum Thema EnEV

www.ytong.de , YTONG bietet ebenfalls ein kostenloses Programm zur Führung des Nachweises Nach EnEV an

www.baulinks.de , suchen Sie nach dem Begriff „enev“

www.bau.net , besuchen Sie hier das Forum zu EnEV

 

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